Frederik Paul, 24-jährges JU-Mitglied aus Alpen, war am Samstag in Berlin hautnah mit dabei, als die JU die drei Bewerber für den Parteivorsitz testete. Nur vier Mitglieder der Jungen Union durften die drei Kandidaten bewerten.

Frederik Paul war am Sonntag noch ganz hin und weg. „Das war eine Riesensache, Der Medienrummel war enorm. Und ich bin sehr glücklich, dass ich live dabei sein konnte.“ Der 24-jährige Alpener, Mitglied der Jungen Union und Student der Politikwissenschaften an der Uni Duisburg-Essen, war per Los ausgewählt worden und gehörte zu einem ganz kleinen Kreis von Nachwuchspolitikern, deren Meinung bei einer Veranstaltung am Samstag in Berlin gefragt war. Die Bundes-JU hatte die drei Bewerber um den CDU-Parteivorsitz Armin Laschet, Norbert Röttgen und Friedrich Merz zu einem Kandidatencheck in die Zentrale der Allianz-Versicherung am Pariser Platz gleich am Brandenburger Tor eingeladen. In einer Umfrage wird nun ermittelt, wen die JU für den geeigneten Mann hält. Wer die meisten Stimmen bekommt, den werde die JU zur Wahl empfehlen, versprach Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union. Mit ihm konnte sich Paul am Rande des Events ebenso unterhalten wie mit Ministerpräsident Armin Laschet. Die Junge Union hatte je einen Unterstützer der drei Kandidaten nach Berlin entsandt (aus NRW, Thüringen und Baden-Württemberg). Frederik Paul kam als vierter dazu – „als Stimme der Unentschlossenen“, wie er sagte. Er schwanke auch nach der Veranstaltung unter dem Motto „Der Pitch! Wer gewinnt die Stimme der JU?“ noch zwischen Laschet und Merz. „Röttgen ist für mich raus“, so Paul. „Er ist ein guter Außenpolitiker, aber zu verkopft, zu intellektuell.“ Ministerpräsident Laschet habe ihn bei den Themen innere Sicherheit und Bildungsföderalismus überzeugt, Merz als konservativer Mann der Wirtschaft habe in Sachen Ausbildung bei ihm gepunktet. „Ich muss mir noch überlegen, für wen ich stimme“, sagte der Alpener, der mit dem Zug nach Berlin gefahren ist und bei einem Freund übernachtet. Er kommt erst am Mittwoch zurück an den Niederrhein.

Es habe ihn förmlich umgehauen, wie professionell die JU die Veranstaltung aufgezogen habe. Er sei mit einigen anderen auf einer Leinwand hinter den drei Protagonisten zu sehen gewesen, habe ihnen quasi im Nacken gesessen. Paul: „Wir wurden zwischendurch aufgefordert, unsere Meinung zu sagen.“ Die Tagesschau habe das Programm live gestreamt, Phönix strahlte die Veranstaltung live aus. Paul: „Auch das ganze Drumherum war sehr spannend. Der Blick vom Allianz-Gebäude auf Berlin, das Brandenburger Tor und das Hotel Artlon war schon gigantisch. Ich glaube, ich muss das alles noch zwei, drei Tage sacken lassen.“

Orginal RP: https://rp-online.de/nrw/staedte/rheinberg/alpener-als-stimme-der-unentschlossenen_aid-54105623

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